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2002: N. David Mermin

wp_mermin.jpgDavid Mermin ist Professor für Physik an der Cornell Universität im Staate New York.

David Mermin wurde geboren am 30. März 1935 in New Haven, Connecticut, USA. Er studierte Mathematik und Physik an der Harvard

University, wo er 1956 den Bachelor in Mathematik erwarb und 1961 in Physik promovierte. Nach post-doc-Stellen an der University of Birmingham und der University of California, San Diego, kam Mermin 1964 als Assistant Professor an die Cornell University. Er wurde dort 1967 Associate Professor und 1972 Full Professor. Von 1984 bis 1990 war er Direktor am Laboratory of Atomic and Solid State Physics und ist seit 1990 dort Horace White Professor.

David Mermin ist ein theoretischer Physiker mit sehr breiten Interessen und Aktivitäten. Seine Publikationsliste weist ihn als sehr regen, auf sehr verschiedenen Gebieten aktiven Forscher aus. Anfangs befasste er sich mit Statistischer Physik; davon zeugen das Mermin-Wagner-Theorem über das Nichtauftreten des Ferromagnetismus im zwei- dimensionalen isotropen Heisenberg-Modell und verschiedene Verallgemeinerungen dieses Theorems. Er trieb dann einige Jahre lang Tieftemperaturphysik der Fermi-Flüssigkeit und des superfluiden Helium-3. Der Festkörperphysik bescherte er die dielektrische "Mermin-Lindhard-Konstante" und die thermische Verallgemeinerung des Hohenberg-Kohn-Theorems. Immer stärker beschäftigten ihn die Grundlagen der Quantenmechanik, insbesondere die Theoreme von Bell und von Kochen und Specker. Seit einiger Zeit erforscht er die mathematische Kristallographie aperiodischer Kristalle; seiner Gruppe gelang ein neuer Zugang zur vereinheitlichten Beschreibung periodischer und aperiodischer Kristalle.

Mermin hat sich immer in besonderer Weise und mit sehr großem Erfolg die verständliche Darstellung komplizierter physikalischer Sachverhalte angelegen sein lassen. Er hat die spezielle Relativitätstheorie Studierenden anderer Fächer als Naturwissenschaften und Mathematik schmackhaft gemacht. Neuerdings hat er begonnen, die Quantencomputerei sowohl den Informatikern als auch den Physikern näher zu bringen. Mermin ist allgemein an der Soziologie der naturwissenschaftlichen Erkenntnisse interessiert und schlägt Brücken zwischen Naturwissenschaftlern und Soziologen.

Mermin ist Autor bzw. Koautor von Lehrbüchern. Zu sehr vielen Themen hat er pädagogische und allgemein verständliche Artikel veröffentlicht. Er schreibt regelmäßig Kolumnen in der Zeitschrift "Physics Today".

Mermin ist Fellow der American Physical Society (APS) und der American Academy of Arts and Sciences und ist Mitglied der National Academy of Sciences. Er war Fellow der Sloan Foundation und der Guggenheim Foundation. Er erhielt den Julius Edgar Lilienfeld Preis der APS, ist Fellow der American Association for the Advancement of Science, und wurde für herausragende Leistungen in der Lehre mit dem Klopsteg Memorial Preis der American Association of Physics Teachers und dem Russell Distinguished Teaching Award der Cornell Universität ausgezeichnet. Mermin ist zu vielen Ehrenvorlesungen an amerikanischen, asiatischen und europäischen Universitäten eingeladen worden. 

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