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2011: Rolf Heuer

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Professor Rolf-Dieter Heuer wurde 1948 in Boll/Göppingen geboren. Er studierte an der Universität Stuttgart Physik und erlangte sein Diplom 1974. Anschließend  promovierte er an der Universität Heidelberg bei Prof. Joachim Heintze, wo er 1977 seinen Doktortitel verliehen bekam. Als experimenteller Teilchenphysiker hat er hauptsächlich an Elektron-Positron Physik, der Entwicklung neuer experimenteller Methoden sowie der Konstruktion und dem Betrieb großer Detektorsysteme geforscht.

1977 bis 1983 arbeitete er als Wissenschaftler an der Universität Heidelberg am JADE Experiment am Elektron-Positron Speicherring PETRA am Deutsche Elektronen- Synchrotron DESY in Hamburg. 1984 bis 1998, war Prof. Heuer angestellt am CERN, wo er für das OPAL Experiment am Elektron-Positron Beschleuniger LEP gearbeitet hat. Dort koordinierte er Konstruktion und Design des Spurkammersystems in der Bauphase der Experimente und wurde Runkoordinator in der Anfangsphase von LEP1 1989-1992. 1994-1998 wurde er dann Sprecher des OPAL Experiments und war damit verantwortlich für die ganze Kollaboration während der Analyse der LEP1 Daten und der Aufrüstung des Experiments für LEP2.
1998 wurde Rolf-Dieter Heuer auf eine Professur an der Universität Hamburg berufen. Er wurde Mitglied des H1 Experiments am HERA Beschleuniger am DESY und baute eine Arbeitsgruppe auf, die sich mit den Vorbereitungen für einen neuen linearen Elektron-Positron Beschleuniger beschäftigte. Schnell wurde seine Gruppe eine der führenden Gruppen in diesem Bereich

Im Dezember 2004 wurde er dann Wissenschaftlicher Direktor für Teilchen und Astroteilchenphysik am DESY. Schwerpunkt seiner Arbeit dort war das DESY als zentrales Teilchenphysiklabor in Deutschland zu erhalten und die Verbindungen zu den Universitäten und dem CERN zu stärken.

In diesem Zusammenhang trat die Teilchenphysik Gruppe am DESY den beiden unabhängigen LHC-Experimenten ATLAS und CMS bei und richtete die Gruppe damit Richtung LHC aus. Gleichzeitig hat er aber auch die Beteiligung an zukünftigen Elektron-Positron Beschleunigern wie dem ILC und dem zugehörigen R&D Experiment gefördert. Zudem initiierte er eine Restrukturierung der Deutschen Teilchenphsyikgesellschaft was in der Gründung der Helmholtz-Alliance “Physics at the Terascale” resultierte, in der sich alle universitären Teilchenphysik Gruppe sowie den Helmholtz Zentren am DESY und in Karlsruhe zusammenschließen.

Im Dezember 2007 wurde Prof. Heuer zum Generaldirektor des CERNs gewählt und trat sein Mandat im Januar 2009 an. In den ersten Zwei Jahren seiner Amtszeit hat er den LHC ans Laufen gebracht und es möglich gemacht erfolgreich die Physik an den Grenzen des bisher Möglichen zu erforschen. Neben dem Flaggschiff des CERNs, dem LHC, legte er aber immer auch viel Wert auf die Vielfalt der Physik. So förderte er auch kleinere Projekte am CERN und setzte sich dafür ein, dass der gesamte Beschleuniger-komplex am CERN für die Forschung genutzt werden kann.


Prof. Heuer war bzw. ist Mitglied vieler wissenschaftlicher Komitees und Beratungsgremien.  Dazu zählen unter anderem die Hamburger Akademie der Wissenschaften, und die Deutsche Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Ausserdem bekam er von verschiedenen Universitäten die Ehrendoktorwürde verliehen, dazu zählen zum Beispiel die Universität von Victoria (Kanada) und Liverpool (GB)

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